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Geschichte über Duke

Das Leben mit Duke ist mittlerweile so entspannt und man kann sich gar nicht mehr vorstellen wie es noch vor 1,5 Jahren war.

Er hat jeden Hund angepöbelt auf mehrere 100 Meter, sich genommen was er wollte, ist uns angesprungen und in Hände und Arme gegangen. Wir haben täglich einen körperlichen Ringkampf ausgetragen, weil er nicht zu bändigen war. Rausgehen war nur mit Halti, Bauchschmerzen und weichen Knie möglich und niemand konnte uns so richtig helfen. Unsere Mitmenschen haben uns auch nicht viel Mut gemacht. Mehrere Trainer sagten uns, dass er niemals aufhören wird zu pöbeln und dass es mit viel Training nur etwas besser werden würde. Bekannte schüttelten den Kopf, was wir uns da angetan hätten. Wir haben so viel geweint und waren so am Ende, dass wir den Tierschutzverein angefragt haben, ob sie nicht noch andere Interessenten für ihn hätten.

Alle Tränen (und das waren wirklich viele) haben sich gelohnt. Heute spazieren wir durch die Welt und niemand sieht ihm mehr an, was er durchgemacht hat. Ich war unzählige Male davor aufzugeben und verzweifelt. Heute ist er ein zuverlässiger Begleiter, der immer bemüht ist alles richtig zu machen. Wir bekommen viele Komplimente von Bekannten, aber auch von fremden Menschen, die nicht wissen, wo wir gestartet haben. Er liegt unangeleint vor unserem Camper und um ihn rum überall Hunde und egal ob der Hund der Nachbarparzelle uns anpöbelt oder vorbeilaufende Hunde, er bleibt liegen.

Als wir vor ein paar Tagen spazieren waren, saß ein Mann mit einem großen Labrador auf einer Bank, der Weg war eng. In dem Moment, als wir vorbei liefen sprang der Hund auf und pöbelte los. Vor einem halben Jahr wäre das noch zu viel gewesen, aber Duke lief erhobenen Hauptes vorbei und schaute mich rückversichernd an. Meine Bauchtasche beinhaltet nicht mal mehr Käse. Ein stinknormales Leckerli reicht, obwohl er uns das vor einem Jahr bei Hundebegegnungen noch vor die Füße gespuckt hat.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn Ihr dran glaubt und niemals aufgebt, dann schafft ihr das! Selbst wenn es (wie bei uns) 1,5 Jahre dauert. Glaubt an euch und euren Hund!

Jasmin Sandt mit Duke